Vereinsgeschichte

So sah Sie aus die Gründermannschaft des FC Ostrach vor ca. 94 Jahren. Erster Vorstand war Josef Sorg. Er wäre auch gerne bei seinem Lieblingsspiel dabei gewesen, doch erkrankte er in jungen Jahren an Kinderlähmung und konnte so den Sport nicht ausüben.

Zusammen mit Josef Steiner, Josef und Georg Halder, Albert Jung, Josef Stark, Hugo Strobel und Anton Knoll fanden sich die damals noch jungen Leute im Gasthaus zum Bahnhof zusammen um den FCO zu gründen. Die ersten Fußballspiele fanden im Obstgarten des Bürgermeisters Müller statt...

Der FC OSTRACH 1919 e.V. wurde im ersten Jahr nach Ende des ersten Weltkrieges gegründet und kann mittlerweile auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken. Geprägt von oberschwäbischer Solidität und vereinstypischem Auf und Ab ist am Fuße des Buchbühls eine Fußballkultur in Schwarz und Weiß entstanden.

Schon früh etablierte sich Ostrachs zweitgrößter Sportverein (mit aktuell ca. 150 aktiven Spielern) sowohl in der örtlichen Gesellschaft, als auch in der regionalen Wettkampfszene zwischen Alb, Donau und Bodensee. Viele ehrenamtliche Tätige stellen seit der Gründung in den schwierigen Anfängen des 20. Jahrhunderts das Grundgerüst des Vereinslebens und ermöglichen fußballbegeisterten jeden Alters ihrer Leidenschaft - vor Ort- nachzukommen.
Höhepunkt dieser Fußballbegeisterung und dem damit verbundenen ehrenamtlichen Engagement ist seit knapp 40 Jahren das Internationale A-Junioren Pfingstturnier Ostrachs, das weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt ist und mehr noch wesentlichstes Sinnbild für die Faszination Fußball innerhalb des FC`s ist.

Neben der großen Fußballbühne für Talente der ganzen Welt ist es Schwarz-Weiß auch gelungen, sich eigens ein angesehenes Standing in der hiesigen Fußballprovinz zu erspielen. Die lange Zugehörigkeit zur Bezirksliga ( früher wie heute die höchste regionale „Derbyliga“) mit zum Teil guten Endplatzierungen trugen ebenso dazu bei, wie die erfolgreiche Jugendarbeit über viele Jahrzehnte hinweg, die jüngst zum wiederholten Male ihre Früchte trägt. Auch auf den symbolcharakteristischen Höhepunkt dieser Jugendarbeit darf man auch heute noch stolz sein, denn in der Saison 2000/2001 stelle Ostrach als 7000-Seelen-Gemeinde eine B-Jugendmannschaft in der Verbandsstaffel – ein Privileg das sonst nur städtischen Mannschaften mit großen Einzugsgebieten oder noch größeren finanziellen Möglichkeiten haben. Darüber hinaus gelang es der Jugendabteilung des FC´s in schöner Regelmäßigkeit Spieler zu formen, die den Sprung zu höherklassigen Mannschaften geschafft haben und dort ihr erlerntes Ostracher Fußballwerkzeug erfolgreich zum Einsatz bringen. Früher wie heute hat der Fußballclub 1919 die Umgebung (häufig den Nachbarschaftsverein des SC Pfullendorf) mit talentierten Spielern „beliefert“ und sich später immer wieder gefreut, wenn man Sie eines Tages wieder im Buchbühlstadion begrüßen durfte.
Sowohl im sozialen- als auch im gesellschaftlichen Zusammenleben leistet der FC Ostrach seit 1919 deshalb nicht nur innerhalb der Gemeinde einen Beitrag, der durch das Ehrenamt erarbeitet wurde und infolge dessen einen besonderen Stellenwert besitzt.
Dieses Feuer, aus dem eine Fußball-Tradition am Buchbühl entstanden ist, gilt es auch in Zukunft am brennen zu halten, denn auch für den FC heißt es fortan:

Tradition heißt nicht Asche zu wahren, sondern die Flamme am brennen zu halten.